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Kunst und Kultur

Seit der Antike haben zwei Momente das Aussehen und die Geschichte der Stadt Rimini, so wie wir sie heute kennen, tief geprägt: Die Gründung als römische Kolonie mit dem Namen „Ariminum“ und die Epoche der Herrschaften, zwischen dem Mittelalter und der Renaissance, als die Stadt und die Provinz Territorium der mächtigen Familie Malatesta wurden.

Auch in der Neuzeit war Rimini Protagonist von kulturellen Ereignissen- das historische Zentrum und das nahe gelegene Dorf San Giuliano waren die Inspiration mehrerer Filme des Regisseurs Federico Fellini, einem angesehenen Bürger von Rimini. Ihm und seiner Meisterwerke wurde eines der Museen von Rimini gewidmet. Die Anzahl der Museen sowie die kulturellen Veranstaltungen stiegen in den letzten zehn Jahren beachtenswert an, so dass die Touristen, die nach Rimini reisen, einen Badeurlaub mit interessanten kulturellen Touren verbinden können.

Geschichtliche Route
Römisches Rimini
Die Stadt Rimini profitierte schon immer von ihrer günstigen Lage zwischen den Hügeln und dem Meer.

Das war auch der Grund warum Rimini von den Römern eingenommen und im Jahr 268 v. Chr. als Ariminum, eine römische  Kolonie, gegründet wurde.

Wie man am Augustus-Bogen und an der Tiberius-Brücke ablesen kann, spielte Rimini als End- und Ausgangspunkt der „Via Emilia“ schon zu römischen Zeiten eine wichtige Rolle.

Die Tiberius-Brücke, von Augustus begonnen und von Tiberius, von dem die Brücke auch ihren Namen erhielt, vollendet.

Hier beginnt die “Via Emilia”, eine der wichtigsten Handelsstraßen des Römischen Reiches, die auch heute noch eine der wichtigsten Verkehrsadern darstellt.

Eine weitere wichtige römische und erst kürzlich gemachte Entdeckung ist der so genannte “Domus des Chirurgen”, eine römische Villa im Untergrund des derzeitigen “Piazza Ferrari”, von dem aus man die wunderschönen erhaltenen Mosaike und Steinruinen bewundern kann.

Die gefundenen Objekte, darunter über hundert chirurgische Instrumente, werden heute im nahe gelegenen Stadtmuseum von Rimini aufbewahrt und haben dazu beigetragen dem “Hausherren” eine Identität zu verleihen, mit großer Wahrscheinlichkeit war dieser der Militärarzt von Eutyches.

Malatestianisches Rimini
Die Familie Malatesta wurde erstmals im zwölften Jahrhundert erwähnt.  Seit dem späteren dreizehnten Jahrhundert waren sie unter anderem Herren von Rimini.

Ursprünglich stammten sie aus Verucchio oder Pennabili, das geht leider aus den Dokumenten nicht deutlich hervor. Die mächtigen Familienmitglieder wurden als Bürger Riminis seit dem frühen dreizehnten Jahrhundert bezeichnet. Zahlreiche Familienmitglieder scheinen heute aus dem einen oder anderen Grund in den Geschichtsbüchern und in verschiedenen Literaturen auf.

Dante erinnert in seiner “Göttlichen Komödie” an Mastin Vecchio, der Herr von Verucchio, oder an Gianciotto und Paolo, dem Blutbräutigam und dem Liebhaber von Francesca, die Protagonisten im V. Gesang „die Hölle“.

Aus dem XIII. und XIV. Jahrhundert, als sich die Macht der Malatesta-Familie immer weiter verbreitete und in allen benachbarten Städten immer schneller Schlösser und Burgen errichtet wurden, finden wir in der Stadt Rimini die Gemeindehäuser, die Kirche des Heiligen Johannes der Evangelisten (auch Augustinerkirche genannt) mit einem prächtigen gotischen Glockenturm und einigen wertvollen Fresken von Künstlern aus der „Rimineser Schule“ aus dem 14. Jahrhundert sowie einen Teil der alten Santa Colomba-Kathedrale.

Das Castel Sismondo wurde im 15. Jahrhundert von Sigismondo Pandolfo Malatesta gegründet. Die Burg, an dessen Planung Malatesta persönlich teilnahm, wurde sowohl als Palast als auch als Festung konzipiert.  Das Castel Sismondo verfügt über große, viereckige Türme und mächtige Mauern, die allerdings nur einen Teil der Originalstruktur darstellen.

Heute dient die Burg vor allem kulturellen Veranstaltungen, Ausstellungen und Feierlichkeiten und sie zieht Bewunderer der Kunst und der Kultur sowie Touristen, die einen Badeurlaub in Rimini wählen, an.

Seit 1450 haben Künstler und Architekten des Hofes  von Rimini den Auftrag ein weiteres großes Projekt der Herrschaft Malatesta zu vollenden- den Malatesta-Tempel. Er wurde ausschließlich dem Heiligen Franziskus gewidmet und von Giotto im 14. Jahrhundert dekoriert.

Das Äußere entwarf Leon Battista Alberti, innen jedoch sollte der traditionale gotische Stil der ersten zwei Kapellen beibehalten werden, worum sich Matteo de`Pasti  und Agostino di Duccio zu kümmern hatten. Im Inneren befindet sich weiteres ein Fresko von Piero della Francesca sowie ein Kruzifix von Giotto, das noch in seiner ursprünglichen Form erhalten ist.

Museen und Ort der zeitgenössischen Kultur in Rimini
Stadtmuseum von  Rimini:
“Via Tonini”, an der Ecke des “Piazza Ferrari”.
Es befindet sich im ehemaligen Jesuitenkollegium aus dem 18. Jahrhundert und besteht aus 40 Sälen, in denen ungefähr 800 Kunstwerke, darunter auch Hauptwerke der „Rimineser Schule“ aus dem 14. Jahrhundert mit Fresken und Kruzifixe sowie weitere wertvolle Kunstwerke der Malatesta-Familien wie Tische von Bellini und Ghirlandaio, aufgeteilt sind.

Auskünfte unter:
Via L.Tonini, 1 - I– 47900 Rimini
Tel. +39  0541 21482 / 55141
musei@comune.rimini.it - www.museicomunalirimini.it


Museum der Blicke:

Das Museum, in dem sich wertvolle archäologische und ethnographische Stücke aus Afrika, Ozeanien und Asien befinden, liegt in der erst vor kurzem renovierten “Villa Alvarado”, gegenüber der Kirche “Beata Vergine delle Grazie”, auf dem Hügel von Covignano in Rimini.

Auskünfte unter:
Villa Alvarado, via delle Grazie 12 -  Covignano di Rimini - I- 47900 Rimini
Tel. +39 0541751224
musei@comune.rimini.it
www.museicomunalirimini.it
Fellini- Museum:
Das Fellini-Museum wurde dem  berühmten verstorbenen Regisseur und seiner Familie gewidmet. Es befindet sich nur wenige Schritte vom Augustusbogen entfernt.  Die Touristen haben so die Möglichkeit Materialien des Stiftungsarchivs wie Kostüme,  Set-Fotos etc. zu bewundern.
Wer hingegen den Ort, der in den Filmen von Fellini verewigt wurde, besser kennen lernen möchte, kann einen Spaziergang durch das Dorf San Giuliano machen und dabei die bunten Häuser, Gaststätten und die Fresken an den Mauern, deren Faszination  der Regisseur in seinen Filmen wiedergab, bewundern.

Auskünfte unter:
Via Nigra, 26 - I-47900 Rimini (Italy)
Tel. +39 0541 50085 – Fax +39 0541 57378
fondazione@federicofellini.it - www.federicofellini.it